Der Gardetanz

 

Neben der Betreuung des Prinzen und dem Bau eines Prinzenwagens für Veilchendienstagsumzuges, gehört eine Aufführung eines Marschtanzes zu dem Aufgabenrepertoire der Prinzengarde Attendorn.

 

In regelmäßigen Abständen wird ein neuer Marschtanz einstudiert, der von dem Trainerduo Petra Lütteke und Mike Willhel ausgearbeitet wird. Betreut wird diese Arbeit von Sara Töllner. Doch bevor der Marschtanz geprobt wird, startet die Garde ein anstrengendes Konditionstraining unter der Führung der ehemaligen Trainerin der Regimentstöchter.

 

Die Tanzgarde absolviert unterschiedliche Trainingszirkel und unzählige Stunden Aerobic- und Fitnessübungen, die den einen oder anderen Gardisten an die Grenzen des möglichen bringen. Um Verletzungen vorzubeugen, werden Dehnübungen ebenfalls auf das Trainingsprogramm der Prinzengarde gesetzt. Aber dieses Konditions- und Dehntraining präsentieren während der fünften Jahreszeit sichtbare Erfolge auf den Bühnen, die die Welt bedeuten. Sobald diese Voraussetzungen geschaffen sind, präsentiert das Trainerteam den Gardisten die bereits fertig bearbeitete Marschmusik und beginnt darauf diese Musik mit Choreographien zu füllen.

 

Die engagierte Trainerin tanzte die vorgesehenen Schrittfolgen vor, die später in dem neuen Marschtanz von den Tänzern zu Geltung gebracht werden sollen.

Mit ungefähr 50 Trainingseinheiten wird die Tanzgarde der Prinzengarde für die großen Momente in der Karnevalssession vorbereitet, um dort dem Publikum atemberaubende Auftritte zu präsentieren. Dabei ist es nennenswert, dass das Tanzpaar der Prinzengarde, Mariechen Elena Rudi und Tanzoffizier Marius Müller, viel dazu beitragen konnte, da sie ihre schönen und akrobatischen Hebungen auf vielen Workshops erlernten. Diese Workshops fanden des Öfteren in der Narrenhochburg Köln statt, wo auch einige Gardisten neue Wurftechniken und -künste erlernten, die das Mariechen auf knappe vier Meter Höhe katapultierten.

 

Doch neben dem ganzen Training kommt der Spaß nicht zu kurz. So bürgerte es sich ein, dass nach ein jedem Training eine Kiste Bier vor der Halle vorzufinden ist. Dabei vergisst man den zuvor erlittenen Kalorienverlust, indem man sich noch einigen „Dönekes“ erzählt. Da neben dem eigentlichen Trainingstag Mittwoch auch freitags trainiert wird, sind spontane gesellige Abende oftmals die Folge.